Knapp eineinhalb Jahre nach der Gründung der Theatergruppe "GewölbeGaukler" wollte der Verein einer weiteren kulturellen Tätigkeit ein Forum bieten, dem literarischen Schreiben. Am 30. März 2011 war es soweit. Die ersten Schreibinterssenten trafen sich im Convenartiskeller, um sich kennenzulernen und sich mit erste selbstgeschriebene Texte vorzustellen. Von Anfang an war die Idee, dass die Schreiber die Zeitung "GewölbeGazette" massgeblich mitgestalten. Die Gruppe liest sich gegenseitig ihre Texte vor und spricht darüber. So bekommt man ein sonst oft fehlendes Feedback. Ausserdem wollen die Mitglieder die bisher dreimal erschienene GewölbeGazette "Neues aus dem Gewölbe" mitgestalten und darin Texte veröffentlichen. Als erstes Thema bearbeitet die schreibwütige Gruppe die Fragestellung, ob wir den perfekten Menschen wollen.
In der dritten Ausgabe der GewölbeGazette haben sich die Gewölbeschreiber dem Thema Heimat in allen Facetten angenommen, von dem Begriff an sich über die direkte Heimat hier, unsere Stadt Wertheim.
Dabei wird es für die Zuhörer gleichermaßen etwas zum Schmunzeln und zum Nachdenken geben. Lyrik, Prosa und Drama werden in einer bunten Mischung gelesen, vorgetragen, vorgespielt. So ist für einen kurzweiligen Abend gesorgt. Unterstützung erfahren die Leser durch einige Gewölbegaukler, die die Texte szenisch umsetzen, und Bernd Brümmer, der den Abend musikalisch begleitet.
Was machen die GewölbeSchreiber?
5. September 2012
Nach einem Jahr mit Treffen, Diskutieren und Vorlesen läuteten die GewölbeSchreiber am 30.März eine neue Ära in ihrem Schaffen ein: Die erste Lesung fand unter dem Motto „Schau-Geschichten und etwas Poesie“ im Convenartis-Gewölbe statt. Und natürlich kam die Frage auf: Wie machen wir die Lesung zu etwas Besonderem und heben sie von ähnlichen Veranstaltungen ab? Hilfestellung war hier schnell gefunden: Die GewölbeGaukler erklärten sich bereit, mitzuwirken. Für manch einen war es ein ganz neues Gefühl, eigene Texte gespielt zu erleben. Bei der Auswahl konzentrierte man sich daher auch auf eher humorvolle, wenn auch durchaus tiefgründige Texte, die gut darzustellen waren. Ob die alte Dame, die nicht einsieht, warum für den Bus bezahlen soll, wo er doch ohnehin fährt, sorgte genau so für Lachen wie manche lustige Anekdote, die auf der Bühne vorgetragen wurde. Ein als Schattenspiel unterstützter Krimi ließ so manchen gruseln. Und manche Gedichte lebten ganz neu auf, wenn sie mit Gestik und Mimik von den Schauspielern begleitet wurden. Am Ende waren Schreiber, Schauspieler und das Publikum gleichermaßen zufrieden.
Bereits im Mai bot sich die Gelegenheit für eine zweite Lesung, dieses Mal im „klassischen Sinne“. Beim bundesweiten Aktionstag „Kultur gut stärken“ lasen die Gruppenmitglieder im Grafschaftsmuseum. Passend zu den Ausstellungsstücken im Museum bildeten die beiden Themen Vergangenheit und Heimat die Schwerpunkte der vorgetragenen Texte. Typisch für die GewölbeSchreiber kamen sie erneut aus allen Genres: Kolumnen, Lyrik und Prosatexte boten ein abwechslungsreiches Programm.
Terminiert ist die nächste Lesung noch nicht, aber alle sind sich einig, dass es demnächst wieder eine geben soll. Bis dahin können sie hier einen Eindruck bekommen.
Die beteiligten Schreiber wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen sich natürlich auch immer über Zuwachs.
Die Gruppe wird sich etwa einmal im Monat treffen, derzeit jeweils am letzten Mittwoch des Monats um 18.30 Uhr. Neue Schreibinteressierte sind dabei immer gerne gesehen.
Informationen kann man unter der E-Mail-Adresse: Nadine-Schmidt@t-online.de erhalten.



