SEO ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung “Search Engine Optimization”, zu deutsch Suchmaschinenoptimierung. SEO bzw Suchmaschinen-Optimierung ist in aller Munde. Es ist offensichtlich möglich, Websites so zu optimierungen, dass sie tatsächlich in Suchmaschinen ein besseres Ranking erzielen. Soweit sogut. Aber was ist SEO eigentlich genau? Welche Maßnahmen fallen unter SEO und welche sind “normale Optimierungen”, also solche, die man nicht für Maschinen, sondern für den Nutzen der Menschen realisiert hat? Wie wichtig ist SEO überhaupt für den Erfolg einer Website?
Websites erstellen für Menschen oder Maschinen?
Websites werden für Menschen gemacht. Auch wenn mittels SEO ein besseres Ranking in den Suchmaschinen angestrebt wird, sind es letzlich Menschen, die via Google und Co. auf die Website finden sollen. Der Fokus bei der Erstellung einer Website sollte daher immer auf den Benutzern, die die Website besuchen liegen. Das gepriesene Wort heißt Content (Inhalt). Entscheidend ist, den Besuchern interessante Informationen zu bieten.
Websites ohne SEO können super ranken
Stattdessen gibt es zahllose Beispiele, dass auch Websites super ranken können, die kein Stück Suchmaschinen-optimiert sind. Wer dauerhaft und viele interessante und relevante Inhalte ins Netz stellen kann, braucht sich um Suchmaschinenoptimierung nicht zu kümmern. Gute gepflegte und kontinuierlich wachsende Websites sind quasi “auto-SEO”. Wenn die Inhalte interessant genug sind, werden sie automatisch Links anziehen. Womit wir zu dem “kniffeligsten” Punkt für ein gutes Ranking kommen: den Links. Für Suchmaschinen – insbesondere für Google – ist die Anzahl und die Bedeutung der Links, die auf eine Seite zeigen, ein wichtiges Kriterium.
SEO ist in erster Linie Linkbuildung
Wenn die Website keine spannenden Inhalte bietet, wird sie keine automatische Verlinkung generieren. Und dann – und erst dann – kommt SEO ist Spiel. Der Suchmaschinenoptimierer sorgt dann manuell dafür, dass eine Verlinkung entsteht. Das kann ganz simpel über das Eintragen in Webkatalogen geschehen. Allerdings führt das allein heutzutage kaum noch zu einem Ranking-Gewinn. Genauso wie ein Einman-Bookmarking-Netzwerk mit hunderten von Pseudo-Identitäten. Dann gibt es die Methode, über Linktausch an thematisch passende Links zu kommen. Oder der SEO kauft eine gewisse Anzahl von links ein, dass heißt, er bezahlt die linkgebende Seite für den Link. Die beste, weil sicherste und langfristig erfolgreichste Methode ist aber sicherlich eine Mischung aus Marketing und Vernetzung. Übrigens: das “Eintragen in Suchmaschinen”, das heutzutage tatsächlich noch angeboten wird, ist völliger Mumpitz. Die großen Suchmaschinen suchen sich ihre Inhalte selber. Wichtig ist nur, dass sie wenigsten einen eingehenden Link von einer indexierten Seite haben. Das sollte heutzutage nicht so schwierig sein.
Eines ist bei der Suchmaschinenoptimierung jedoch klar: die selbstgenerierende Verlinkung funktioniert nicht – es muss nachgeholfen werden. Das mag Google aber nicht. Logisch. Wer sich erwischen lässt, büßt mit einer Penalty – also mit einer Straf-Zurück-Versetzung. Erfolgreiche SEO-Arbeit basiert also auf dem Verschleiern der eigenen Links. “Natürliches Linkbuilding” ist das Stichwort: man variiert Linktexte, setzt gezielt sowohl follow- als auch nofollow-Links, auch ein banner kann mal als Link benutzt werden und so weiter. Also Diversifizität. So soll Google das Auffinden von gezielter Manipulation erschwert werden.
Es ist kein Wunder, wenn der Suchmaschinenoptimierung so ein zweifelhafter Ruf anhängt. Die gezielte Setzung von Links (die ja eigentlich eine unabhängige Empfehlung sind), die noch dazu verschleiert werden, sind ja nicht gerade feiner Stil. Zumindest nach Hausmütterchen-Stammtisch-Moral.
Für welche Website lohnt sich SEO?
Seo ist ein Business. Und Seo kostet Ressourcen und Zeit- also Geld. In aller Regel ist Google in der Lage, gute Inhalte aus sauberen Websites eigenständig entsprechend gut im Ranking zu platzieren – ohne das je ein SEO in die Seite oder die Verlinkung eingegriffen hätte. Suchmaschinen-Optimierung ist nur dann nötig, wenn die Inhalte unspannend sind, aber am Auffinden ein lukratives Interesse besteht. Das ist in aller Regel bei Shops der Fall. Und hier ist natürlich auch die Konkurrenz am größten. Wenn aber erst mal mehrere Seos in einem Markt aktiv sind, dann schaukelt sich die Sache ganz gemütlich hoch. Die Betreiber der Websites müssen dann aufpassen, dass der steigende Gewinn auch die steigenden SEO-Kosten übertrifft. Es ist vorhersehbar – wenn nicht in einigen Branchen bereits der Fall -, dass das Ende dieser Spirale irgendwann erreicht ist. Ab dann lohnt sich SEO auch für Shop-Betreiber nicht mehr.
Fazit: SEO wird überbewertet
Für die allermeisten Websites ist eine Suchmaschinenoptimierung vollkommen überflüssig. Die Editoren zum Erstellen und Bereitstellen von Websites werden immer besser im Sinne der W3C-Standards. Und damit bekommen Inhalte automatisch das Ranking, das sie verdienen. Erst wenn der durch SEO zu erwartende Gewinn größer ist als die Ausgaben für die Suchmaschinen-Optimierung, ist SEO in Betracht zu ziehen. Aber das dürfte, global gesehen, eine eher kleine Anzahl von Seiten sein. Der aktuelle Hype befeuert sicherlich eine Reihe von Initiativen, die glauben, sie könnten Geld im bzw mit dem Internet verdienen. Ich halte das aber größtenteils für Augenwischerei, die nicht zuletzt auch durch die SEO Szene befeuert wird. Aber: that’s Business…
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