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Archiv für Mittwoch, 31. August 2011

BR-Intendant will Krach um ARD-”Tagesschau”-App entschärfen

Der mit dem glatten politischen Parkett vertraute ehemalige Regierungssprecher und Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), Ulrich Wilhelm, will den Streit zwischen Verlegern und der ARD um deren Aktivitäten auf Smartphones und im Internet entschärfen.

Wilhlem machte in einem Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" (kommende Ausgabe) zwar klar, dass die ARD nicht von ihrem kostenlosen Nachrichtenangebot abrücken werde. "Grundsätzlich sind unsere Angebote im Netz gesetzlich legitimiert und zugleich stark begrenzt und reglementiert", sagte er dem Blatt. So beschäftige die ARD "keinen einzigen Mitarbeiter, der extra für diese App Texte verfasst".

Gleichzeitig sprach sich der BR-Intendant für eine Verständigung mit den Verlegern aus: "Ich halte es für wichtig, und zwar im Interesse der ganzen Gesellschaft, dass die wirtschaftliche Grundlage der Zeitungen auch im digitalen Zeitalter erhalten bleibt", sagte Wilhelm der "Zeit". Deshalb setze er sich "dafür ein, dass es Raum für Verständigung, für Kompromisse und auch für Kooperationen mit den Verlagen gibt, zum Beispiel bei der Überlassung von Nachrichtenfilmen. Wir können auch mit den Verlagen darüber sprechen, den Video- und Audioanteil der App noch stärker herauszuarbeiten."

Die "Tagesschau"-App ist Gegenstand eines kommenden Gerichtsverfahrens, in dem acht Großverlage klären wollen, ob der öffentlich-rechtliche Sender damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt.

quelle: sat+kabel

Documentary.net: Dokumentarfilme gratis sehen

Hauptsächlich Independentfilme, ohne lokale Restriktionen und auch mobil nutzbar

Während es viele Möglichkeiten gibt Spielfilme und Serien online zu organisieren, ist es für Freunde des Dokumentarfilms schon schwieriger, an das Objekt ihrer Begierde zu kommen. Zwar gibt es auch hier inoffizielle Seiten, die Mitschnitte von Fernsehreportage oder DVD-Rips von Dokumentarfilmen anbieten, doch diese werden von den Rechtinhabern und Filmemachern nicht gern gesehen.

Keine Urheberrechtsverletzungen

Documentary.net arbeitet hingegen mit den Regisseuren und Produzenten zusammen und verlinkt die von den Machern persönlich hochgeladenen Filme. Die Dokumentationen werden in 14 Kategorien und drei Längen, unter zehn Minuten, elf bis 30 Minuten und über 30 Minuten, unterteilt, wobei die meisten Filme Kurzfilme von unter zehn Minuten sind.

Inhaltlich und technisch "perfekt"

Einige Filme können auch in HD angesehen werden und die Betreiber versprechen, dass die Filme nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch „perfekt" sind. Die Seite verzichtet auf regionale Einschränkungen, das heißt Nutzer in den USA haben das gleiche Angebot an Filmen, wie österreichische Nutzer. Außerdem soll es möglich sein, die meisten Filme auch auf mobilen Endgeräten, zu sehen, was daran liegt, dass die Filme auf Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo gehostet werden.

Gute Idee

Die Idee hinter Documentary.net ist gut und für unabhängige Filmemacher sicherlich eine gute Anlaufstelle, um ihre Filme zu promoten. Die Seite bietet Filmemachern auch Tutorials und Interviews mit Regisseuren an, in denen man erfährt, was man bei Dokumentarfilmen beachten muss. Die Auswahl an Filmen ist angemessen und wird in Zukunft noch wachsen, wobei die Redaktion versucht, nur inhaltlich und produktionstechnisch gute Filme zu verlinken.

Nischenprodukt

Dennoch bleibt die Seite ein Nischenprodukt, da Dokumentarfilme auch im Kino weniger Anspruch finden als Spielfilme und Independentfilme sowieso nur eine kleine Gruppe an Cineasten anziehen. Aber das Internet bietet die Chance, ansonsten schwerzugängliche Filme sehen zu können und das ohne lokale Restriktionen und überhöhte Preise.

Quelle: derstandard.at

Link

Documentary.net

1,3 Millionen Deutsche nutzten illegale Streaming-Portale

Fast 65 Millionen Spielfilme und 38 Millionen TV-Serienfolgen sind im vergangenen Jahr in Deutschland über das Internet geladen worden – die meisten nicht bei legalen Angeboten wie Videoload oder Maxdome.

Wie das Magazin "Focus" (kommende Ausgabe) unter Berufung auf eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) meldet, soll der Löwenanteil illegal gewesen sein: Angeblich 83 Prozent der Kinofilme (54 Millionen) und 61 Prozent der Serien (23 Millionen) beschafften sich die Surfer illegal über Tauschbörsen, Foren und private Web-Sites.

Ingesamt 1,3 Millionen Menschen in Deutschland nutzten laut GfK illegale Streaming-Portale wie das inzwischen gesperrte kino.to. Die Studie zur Inhaltsnutzung wird in den kommenden Tagen in Berlin vorgestellt. Auf welcher Basis die Zahlen erhoben wurden, ist unbekannt, geht aus der "Focus"-Meldung nicht hervor. Wie hoch die Schäden durch die Nutzung von Tauschbörsen wirklich ausfallen, ist höchst umstritten.

Kritiker monieren bei den legalen Online-Angeboten die im Einsatz befindlichen Digital Rights Management Systeme (DRM), die eine Nutzung der erworbenen oder geliegenen Inhalte empfindlich beispielsweise auf wenige PC-Systeme einschränkt. Ähnlich war es vor Jahren im Musikbereich, damals verzichteten alle größeren Labels weitgehend auf den Einsatz eines Kopierschutzes. Dem Absatz hatte das offenbar nicht geschadet. Auch bei Spielfilmen und Serien könnte ein DRM-Verzicht verbraucherfreundlich umgesetzt werden, beispielsweise mit dem Einsatz personalisierter Wasserzeichen.

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