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Archiv für Donnerstag, 30. Juni 2011

Neue Standards für Gigabit Ethernet und HDMI

Die Wireless Gigabit Alliance will die Entwicklung von Standards bei Gigabit Ethernet und HDMI vorantreiben.

Darum hat die Wireless Gigabit Alliance (WiGig) die Wigig Bus Extension (WBE) definiert, die einen Bus für Speichermedien und Docks festlegt. Damit soll es möglich sein z.B. Festplatten über Funk mit einer schnellen Gigabit Verbindung zu nutzen.

Vor allem für mobile Endgeräte ist dies sehr wichtig, da sie oft über nur wenige bis gar keine Anschlussmöglichkeiten verfügen. Die Standardisierung soll für Kunden den Vorteil bringen, dass es nicht von jedem Hersteller eigene Lösungen gibt und diese sich nicht mit Geräten anderer Marken verbinden lassen.

HDMI

In Zusammenarbeit mit VESA (Video Electronics Standards Association) legte die WiGig Alliance auch einen Standard zur Funkübertragung von Bild und Ton für Geräte mit HDMI- oder Displayport-Buchse fest. Die WiGig Display Extension (WDE) wurde schon seit über einem Jahr erarbeitet.

Die jetzt publizierte Spezifikation 1.1 gilt schon als „certification ready", womit staatliche Behörden nun überprüfen können, ob die Standards den jeweiligen Funkvorschriften entsprechen. Den Mitgliedern des Konsortiums sollen die Spezifikationen noch dieses Jahr zur Verfügung stehen, damit sie Geräte entwickeln können. 

Da die Technik auf der 60 GHz basiert ist die Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Geräten nur auf kurzer Distanz und bei Sichtkontakt möglich, schon durch eine Person, die sich zwischen den Geräten befindet, kann die Übertragung unterbrochen werden.

soc

Nachtrag – +1: Googles Antwort auf Facebooks „Gefällt mir“

… Am Donnerstag, den 2. Juni 2011, verkündete der Internetkonzern Google stolz den Start des neuen „+1-Buttons“. Die Idee hinter der Schaltfläche ist prinzipiell dreist von Facebook kopiert, denn sie macht genau das, was schon der „Like-Button“ des sozialen Netzwerkes tut. Für den Endanwender bedeutet das, dass neben jedem „Daumen hoch – Button“ schon bald auch noch der hässliche +1 Button von Google klebt. Besonders ernüchternd ist, dass vor zwei Wochen erst ein neuer Facebook-Knopf veröffentlicht wurde . Auf vielen deutschen Seiten hat sich das neue +1-Ding jedenfalls bereits seuchenartig ausgebreitet. Da soll sich noch mal jemand über solche Lappalien wie EHEC beschweren. Da hat man wenigstens die Aussicht darauf, die Quelle des Erregers zu beseitigen…

Julian – gulli.com

+1: Googles Antwort auf Facebooks „Gefällt mir“

Google stemmt sich gegen den wachsenden Einfluss des Online-Netzwerks Facebook und will seine Suchergebnisse stärker auf den Freundeskreis eines Nutzers ausrichten.

Ähnlich wie bei der Facebook-„Gefällt mir“-Funktion kann man bei Google künftig einzelne Inhalte mit einem „+1“-Knopf hervorheben. Bei der Suche etwa nach einem Rezept oder Hotel sehen Nutzer dann gleich Empfehlungen von Freunden oder Verwandten, so Google.

Die Funktion erinnert an das Konzept der „sozialen Suche“, das Facebook zusammen mit Googles Erzrivalen Microsoft vorantreibt. Die Vorlieben und Informationen der Freunde eines Nutzers seien für ihn relevanter als Treffer, die ein Suchmaschinen-Algorithmus ergibt, betont Facebook-Gründer Mark Zuckerberg immer wieder. Deswegen sollten sie bei Suchergebnissen prominenter angezeigt werden.

Alles Wissenswerte zu Google +1

1.

Was ist +1?

Bei +1 handelt es sich um eine neue Empfehlungsfunktion von Google. Wer mit seinem Google-Konto eingeloggt ist, kann Seiten oder Produkte, die ihm gefallen, mit einem Klick auf die +1-Schaltfläche empfehlen. Der Tipp taucht dann bei allen Freunden auf, die ebenfalls ein Google-Konto besitzen und als Kontakt in Ihrem Google-Profil gespeichert sind.

2.

Warum soll ich +1 verwenden?

Laut Google liegen die Vorteile von +1 in der Relevanz: Man erhält die richtigen Empfehlungen (weil sie von Leuten kommen, die einem wichtig sind) zur richtigen Zeit (wenn man tatsächlich nach Informationen zu einem Thema sucht) und im richtigen Format (in den Suchergebnissen).

3.

Wo sehe ich Empfehlungen meiner Freunde?

Geben Sie in Google einen Suchbegriff ein, taucht unter jedem Treffer in Zukunft die Zahl der Leute auf, die die Internetseite oder das Produkt „geplusst“ (empfohlen) haben. Handelt es sich dabei um Ihre Freunde, blendet Google den Klarnamen desjenigen ein, der die Empfehlung gegeben hat. Google listet alle +1-Empfehlungen in Ihrem Google-Profil.

4.

Gibt es Verknüpfungen zu anderen Diensten?

Google bietet Ihnen, die Möglichkeit, in Ihrem Profil Ihre Twitter-Adresse einzugeben. Sie erhalten dann nicht nur +1-Empfehlungen von Ihren Google-Kontakten, sondern auch von Leuten, denen Sie via Twitter folgen.

5.

Was hat Google von +1?

Die Einführung von +1 erfolgt natürlich seitens Google nicht uneigennützig. Die Suchmaschine registriert, welche Seiten oder Artikel Sie bevorzugt empfehlen. Wer beispielsweise vermehrt Digitalkameras empfiehlt, bei dem geht Google davon aus, dass er sich für Fotografie interessiert – und passt die Suchmaschinen-Werbung entsprechend an.

Möglich ist auch eine Beeinflussung der Suchergebnisse aufgrund der Empfehlungsrate. Das könnte dazu führen, dass Treffer, die viele Empfehlungen besitzen, in Zukunft weiter oben platziert werden.

6.

Ist +1 im jetzigen Zustand perfekt?

Nein. Bei Facebook wünscht man sich ab und zu auch die Möglichkeit, sein Missfallen zu bekunden. Hierfür wäre ein „Gefällt mir nicht“-Button hilfreich. Den gibt es aber nicht. Auch bei Googles +1 kann man derzeit ausschließlich eine positiv gemeinte Empfehlung abgeben. Warnungen, etwa vor unseriösen Angeboten, sind nicht möglich.

7.

Gibt es +1 nur in der Google-Suchmaschine?

Nein. Google bietet in Kürze ein Tool an, mit dem Sie eine +1-Schaltfläche auch auf Internetseiten platzieren dürfen.

Google ist nach wie vor die unangefochtene Nummer 1 bei der Internet-Suche. Mit den kleinen Anzeigen im Umfeld von Suchtreffern verdient der Konzern Milliarden. Facebook mit seinen rund 600 Millionen Nutzern wird inzwischen jedoch oft als potenzielle Gefahr für das Google-Geschäft gesehen: Wenn die Menschen mehr über Facebook und Microsofts Bing suchen, verdient Google automatisch weniger. Mit eigenen Aktivitäten im Community-Bereich wie dem Online-Netzwerk Orkut hatte Google bislang nur mäßigen Erfolg.

Um sie zu nutzen, braucht man ein Google-Profil. Dort verwalten Sie alle +1-Favoriten. Um die Empfehlungen anderer Nutzer zu sehen, muss man am Computer auch mit seinem Google-Account angemeldet sein.

dpa/rs & computerbild.de

 

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